Broadcast Wave – das Dateiformat
Broadcast Wave (kurz BWAV) ist ein Audioformat, das 1997 von der European Broadcasting Union als Erweiterung des WAV-Standards entwickelt wurde. Im Gegensatz zu gewöhnlichen WAV-Dateien speichert es zusätzliche Metadaten wie Zeitstempel, Projektinfos und Track-Marker – und ist damit der bevorzugte Standard für Rundfunk, Film- und professionelle Musikproduktionen.
Das Audioformat erklärt für die Musikproduktion
Was ist eine Broadcast Wave?
Eine Broadcast Wave (kurz „BWAV“) ist ein Audio-Dateiformat für Rundfunk und Filmproduktion. Außerdem erweitert es das bekannte WAV-Format um zusätzliche Metadatenfelder. Darin lassen sich beispielsweise Zeitstempel, Projektinfos und weitere Daten speichern. Dadurch werden Verwaltung und Synchronisation in professionellen Produktionen deutlich einfacher.
Eine BWAV-Datei speichert also Daten, die ein normales WAV nicht kennt. Dazu gehören unter anderem:
- Zeitstempel: Start, Ende und Dauer der Aufnahme.
- Projektdaten: Projektname, Autor und Beschreibung der Aufnahme.
- Track-Marker: Markierungen für Szenenwechsel oder Soundeffekte.
- Herstellerinfos: Angaben zum verwendeten Equipment.
- Eigene Felder: frei definierbare Metadaten für die jeweilige Produktion.
Insgesamt machen diese Metadaten Broadcast Wave besonders wertvoll für Audio- und Videoproduktionen. Denn sie verbessern Organisation, Suche und Synchronisation der Inhalte.

Seit wann gibt es das Broadcast Wave Format?
Das Format wurde 1997 von der European Broadcasting Union (EBU) eingeführt. Ziel war es, die Grenzen herkömmlicher WAV-Dateien zu überwinden. So sollte es den Anforderungen von Rundfunk und Film besser gerecht werden. Seitdem hat es sich zu einem verbreiteten Standard in professionellen Produktionen entwickelt.
Welche wichtigen Eigenschaften hat Broadcast Wave?
Mehrere Eigenschaften zeichnen das Format aus. Zunächst ist es abwärtskompatibel zu WAV und wird daher von vielen Programmen unterstützt. Außerdem erweitert es die WAV-Spezifikation um Metadatenfelder für Rundfunk und Film. Dadurch lassen sich Projektdetails, Track-Marker und eigene Felder zentral speichern. Zudem ist das Format durch die EBU standardisiert, was seine Verbreitung fördert.
Darüber hinaus bietet Broadcast Wave technische Stärken:
- Präzise Zeitstempel für die Synchronisation mit anderen Medien.
- Mehrkanal-Audio für Surround-Sound und Mehrspuraufnahmen.
- Verlustfreie Daten, meist unkomprimiert, optional als PCM.
- Schnittinformationen wie Schnittmarken und Editierhistorie.