Loudness Meter online: LUFS & True Peak analysieren mit Codec Check

Ein Loudness Meter zeigt dir in Sekunden, wie laut dein Song wirklich ist – gemessen in LUFS (Integrated, Short-Term, Momentary) und im True Peak (dBTP). Lade deine Datei in den LUFS-Analyzer unten, spiele sie ab, und du siehst die integrierte Lautheit sowie deinen wahren Spitzenpegel. Deine Audiodatei bleibt dabei in deinem Browser – kein Upload, keine Speicherung auf einem Server.

Einzigartig: Als einziges kostenloses Browser-Tool schickt der Loudness Meter deinen Master durch die echten Streaming-Codecs – Ogg Vorbis (Spotify), AAC (Apple Music, TIDAL), Opus (YouTube) und MP3 – und du hörst und misst, wie er nach der Plattform-Komprimierung wirklich klingt, inklusive True Peak nach dem Codec. Andere Gratis-Tools simulieren nur die Lautstärke; eine echte Codec-Vorschau gibt es sonst nur in kostenpflichtigen DAW-Plugins.

Loudness Meter – Loudness Meter — LUFS & True Peak Analyzer
LUFS- und True-Peak-Messung mit dem Loudness Meter von Peak-Studios.

LUFS-Analyzer

Miss Integrated LUFS & True Peak deiner Songs und sieh, wie laut sie auf Spotify, YouTube & Co. klingen. Einzeln oder als ganzes Album.

Audiodateien hierher ziehen oder Dateien wählen

WAV, MP3, AAC, FLAC — mehrere gleichzeitig möglich.

Kein Upload — deine Dateien werden nicht hochgeladen oder gespeichert, die Messung läuft lokal in deinem Browser.

Analyse abgeschlossen. ·

Die Messung im Browser folgt ITU-R BS.1770-4 / EBU R128 und ist praxisnah, ersetzt aber kein zertifiziertes Broadcast-Messgerät – je nach Datei-Format und Browser-Decoding sind kleine Abweichungen möglich. Die Plattform-Zielwerte entsprechen dem Stand 2026 und können sich ändern.

Was ist ein Loudness Meter?

Ein Loudness Meter ist ein Messwerkzeug, das die wahrgenommene Lautheit eines Audiosignals nach dem Standard ITU-R BS.1770 und EBU R128 berechnet. Anders als ein klassisches Peak-Meter, das nämlich nur den Spitzenpegel in Dezibel anzeigt, bildet ein Loudness Meter dagegen ab, wie laut ein Mix oder Master für das menschliche Ohr klingt.

Wie ein Loudness Meter die Lautheit berechnet

Die Messung nutzt dafür ein K-Weighting-Filter, das die Frequenzgewichtung des Gehörs nachbildet. Zusätzlich läuft ein Gating-Verfahren, das sehr leise Passagen aus der Berechnung ausschließt. Dadurch entspricht die integrierte Lautheit dem realen Höreindruck und eben nicht nur dem lautesten Moment.

Neben LUFS zeigen viele Meter außerdem den RMS-Pegel als gemittelten Energiewert; den Unterschied erklären wir deshalb im Beitrag zu RMS. Unser LUFS-Analyzer misst zudem praxisnah nach BS.1770-4 und R128 direkt im Browser. Das ist zwar genau genug, um deinen Mix vor dem Upload einzuordnen, ersetzt aber kein zertifiziertes Broadcast-Meter für die Sendeabnahme im Rundfunk.

Was bedeutet LUFS?

LUFS steht für „Loudness Units relative to Full Scale“ – also die genormte Einheit für wahrgenommene Lautheit. Ein Loudness Meter unterscheidet dabei drei Zeitfenster: Integrated misst zunächst über den gesamten Track (der entscheidende Wert fürs Streaming), Short-Term dagegen über drei Sekunden und Momentary schließlich über 400 Millisekunden. Eine ausführliche Erklärung der Einheit, der Skala und der Lautheitsmessung findest du außerdem auf unserer Seite Was bedeutet LUFS?

True Peak als Ergänzung zur Lautheit

Der True Peak (dBTP) ergänzt die LUFS-Messung. Er erfasst nämlich die echten Inter-Sample-Spitzen zwischen den digitalen Samples – also den Pegel, der beim Wandler oder beim verlustbehafteten Codec tatsächlich entsteht. Andernfalls verursacht genau dieser Pegel später Clipping.

Wie Streaming-Dienste die Lautstärke normalisieren

Streaming-Dienste spielen nämlich alle Tracks auf eine einheitliche Ziel-Lautheit aus, damit du beim Umschalten nicht ständig am Lautstärkeregler drehst. Dazu vergleicht die Normalisierung die gemessene Integrated-Lautheit deines Songs – also den Wert, den dir das Loudness Meter oben anzeigt – mit dem Plattform-Ziel und passt die Wiedergabe an. Außerdem entsprechen die folgenden Zielwerte dem Stand 2026 und können sich daher ändern.

PlattformZiel-Lautheit (Integrated)Verhalten
Spotify−14 LUFS (Loud-Modus −11)hebt leise Tracks an, regelt laute herunter
Apple Music (Sound Check)−16 LUFShebt leise Tracks an, regelt laute herunter
YouTube−14 LUFSregelt i.d.R. nur herunter
TIDAL−14 LUFSregelt i.d.R. nur herunter
Amazon Music−14 LUFSregelt i.d.R. nur herunter
Deezer−15 LUFSregelt i.d.R. nur herunter

Loudness Penalty berechnen

Die Anpassung berechnest du grundsätzlich als Ziel − gemessene LUFS. Ein negativer Wert bedeutet folglich, dein Track wird leiser abgespielt – deshalb wird diese Absenkung oft als „Loudness Penalty“ bezeichnet. Welche Plattform welche Regel fährt, haben wir zudem unter Streaming-Dienste & Upload und speziell für YouTube Music aufgeschlüsselt. Wenn dein Mix auf Streaming-Plattformen generell schlechter klingt, lohnt sich außerdem ein Blick auf die häufigsten Ursachen.

Wie laut solltest du mastern?

Die Plattform-Targets sind Wiedergabe-Werte, keine Mastering-Ziele. Wer also stur auf −14 LUFS mastert, verschenkt nämlich Dynamik und Punch, ohne lauter zu klingen – denn der Dienst regelt ohnehin auf sein Ziel.

Sinnvoller ist es daher, am gewünschten Klang und am Dynamikumfang zu mastern und den True Peak zugleich sicher unter −1 dBTP zu halten. Bei Mastern, die lauter als −14 LUFS sind, empfiehlt Spotify sogar −2 dBTP, damit nach der Daten-Reduktion kein Clipping entsteht.

Richtwerte je Genre

Wie laut im Einzelfall sinnvoll ist, hängt außerdem stark vom Genre ab – deshalb haben wir es je Stil ausführlich aufgeschlüsselt:

Als grobe Orientierung gilt: Club und EDM landen oft bei −6 bis −9 LUFS, Pop und Rock dagegen bei −9 bis −12 LUFS, dynamische und akustische Produktionen schließlich bei −14 LUFS oder leiser. Den vollständigen Überblick gibt zudem unser Leitfaden Wie laut mastern?

Lautheit gegen Dynamik abwägen

Miss deinen Track also vorab mit dem Loudness Meter oben, dann siehst du sofort, wo du stehst. Entscheidend bleibt nämlich das Verhältnis von Lautheit zu Dynamik: Ein Limiter schafft zwar Headroom und Pegel, aber zu viel davon presst den Track flach. Ein gutes Master klingt deshalb auf jeder Plattform konsistent – und eben nicht nur auf einer einzigen Zahl.

Streaming-fertiges Master für deine Tracks?

Weitere kostenlose Tools von Peak-Studios

Neben dem Loudness Meter helfen dir unsere weiteren kostenlosen Tools direkt im Browser bei Mix und Master:

FAQ – Häufige Fragen zum Loudness Meter

Nein. Das Loudness Meter arbeitet komplett in deinem Browser über die Web Audio API. Deine Datei verlässt dein Gerät nicht und wird nicht auf einem Server gespeichert.

Ein negativer Wert heißt, dein Track liegt lauter als das Plattform-Ziel und wird bei der Wiedergabe leiser geregelt. Beispiel: −8 LUFS gemessen bei Spotify-Ziel −14 ergibt −6 – der Song wird um rund 6 dB leiser abgespielt.

Nein. −14 LUFS ist ein Wiedergabe-Ziel, kein Mastering-Ziel. Master am gewünschten Klang und an der Dynamik deines Genres und halte den True Peak unter −1 dBTP – die Plattform regelt den Rest selbst.

True Peak (dBTP) ist der echte Spitzenpegel inklusive der Inter-Sample-Spitzen zwischen den digitalen Samples. Er kann höher liegen als der angezeigte Sample-Peak und verursacht beim Wandler oder MP3-Codec Verzerrungen, wenn er über 0 dBTP geht. Deshalb empfehlen die meisten Plattformen ein Limit von −1 dBTP.

Weil Spotify die Lautheit normalisiert: Liegt dein Master lauter als −14 LUFS, wird er bei der Wiedergabe heruntergeregelt. Das ist kein Fehler, sondern die Lautheits-Anpassung, die alle Tracks auf ein einheitliches Niveau bringt.

Für Spotify, YouTube, TIDAL und Amazon Music ist −14 LUFS Integrated der Referenzwert, Apple Music nutzt −16, Deezer −15. Das sind aber Wiedergabe-Ziele: Du musst nicht exakt darauf mastern, sondern auf einen guten, dynamischen Klang mit True Peak unter −1 dBTP.

Ein LUFS entspricht einer Änderung von 1 dB in der wahrgenommenen Lautheit – die Skala ist deckungsgleich. LUFS ist allerdings über Zeit und Frequenz gewichtet (K-Weighting + Gating), während ein reiner Dezibel-Pegelwert nur den Momentanpegel beschreibt.

Das Loudness Meter misst praxisnah nach ITU-R BS.1770-4 und EBU R128 und reicht, um deinen Mix vor dem Upload einzuordnen. Für eine zertifizierte Sendeabnahme im Rundfunk brauchst du weiterhin ein geeichtes Broadcast-Meter.