Crest-Faktor
Was ist der Crest-Faktor?
FAQ - Crest Faktor
Was ist der Crest-Faktor beim Mastering?
Der Crest-Faktor beschreibt im Mastering das Verhältnis zwischen Spitzenpegel und durchschnittlichem Pegel eines Audiosignals. Er gibt Aufschluss darüber, wie dynamisch oder komprimiert ein Song ist und beeinflusst Wahrnehmung, Punch und Transparenz.
Was ist der Crestfaktor von weißem Rauschen?
Weißes Rauschen besitzt typischerweise einen Crest-Faktor von etwa 12 dB. Dieser Wert ergibt sich aus der zufälligen Signalstruktur und dient häufig als Referenz in der Audiotechnik.
Wie lautet eine andere Bezeichnung für den Crest-Faktor?
Eine gebräuchliche alternative Bezeichnung für den Crest-Faktor ist Spitzen-zu-Mittelwert-Verhältnis. International wird häufig der englische Begriff Crest Factor verwendet.
Wie berechnet man den Crestfaktor?
Der Crest-Faktor wird berechnet, indem der Peak-Pegel eines Signals durch den RMS-Pegel geteilt wird. In der Praxis wird der Wert meist in Dezibel angegeben.
Was sagt der RMS-Wert aus?
Der RMS-Wert gibt an, wie hoch der durchschnittliche Energiegehalt eines Audiosignals ist. Er steht in engem Zusammenhang mit der wahrgenommenen Lautheit.
Was ist der Unterschied zwischen Crestfaktor und Dynamikbereich?
Der Crest-Faktor beschreibt das Verhältnis von Spitzen- zu Durchschnittspegel innerhalb eines Signals, während der Dynamikbereich den Abstand zwischen leisesten und lautesten Signalanteilen beschreibt. Beide Werte messen unterschiedliche Aspekte der Dynamik.
Was ist der Crestfaktor 4?
Ein Crest-Faktor von 4 entspricht etwa 12 dB. Solche niedrigen Crest-Faktoren treten häufig bei stark komprimierter Musik auf, etwa in elektronischen oder sehr lauten Produktionen.
DELAY UND DOUBLE TRACKING
Nun zum letzten Punkt: der Dichte (engl.: „density“). Neben dem Fokus auf die tieferen Frequenzen lebt der „heavy sound“ von einer hohen Density: Indem mehrere Töne in geringen Abständen gespielt werden, bekommt der Mix die nötige Wucht. Einer der bekanntesten Tricks für mehr Density ist das sogenannte „Double Tracking“ von Spuren, vor allem (aber nicht ausschließlich) von der Gitarre: Bereits beim Recording wird der Gitarren-Part gleich zweimal aufgenommen, damit man diesen mit einer breiten Links-Rechts-Verteilung im Stereo-Feld doppelt in den finalen Song einfließen lassen kann. Dazu reicht es logischerweise nicht, die gleiche Spur einfach zu kopieren und so zu verdoppeln – damit wäre noch keine Dichte dazugewonnen. Eine Verdopplung führt lediglich zum Aufaddieren der Amplituden, d.h. eine höhere Lautstärke bei gleichem Klangbild. Auch eine Verzögerung (engl.: „delay“) einer der Spuren ist keine sinnvolle Lösung, da eine Versetzung identischer Spuren zu Phasenproblemen führt. Eine zusätzliche Aufnahme im Recordingprozess ist daher zwingend erforderlich, was zeigt, wie sehr das Mixing von einer professionellen Vorarbeit im Recording abhängig ist.
Eine der Gitarrenspuren muss also minimal von der anderen abweichen, was einerseits aufgrund der natürlich gegebenen Unterschiede der verschiedenen Aufnahmen gegeben sein muss, andererseits mit zusätzlicher Verzögerung auch vom Mixing-Ingenieur noch verstärkt werden kann.
Nicht nur die Gitarrenspuren tragen zur Dichte des Songs bei: Auch bei den restlichen Instrumenten sollte der natürliche Delay aus der Aufnahme beibehalten oder gar verstärkt werden, um dem Mix mehr Dichte zu verleihen.
Letztendlich kommt es aber individuell auf jeden Song an, ob und zu welchem Ausmaß diese oder andere Techniken zum Einsatz kommen sollten – hier können wir lediglich einen Überblick über gängige Techniken geben. Sehr gerne unterstützen wir dich beim Mixing und Mastering von Metal und Rockmusik persönlich – nimm einfach unverbindlich mit uns Kontakt auf! Falls du eine professionelle Meinung zu einem fertigen Mixdown einholen und sichergehen möchtest, dass er bereit für den Master ist, kannst du auch eine Mix-Analyse bei uns beauftragen.