Mixing in the Box oder analog – Was ist besser? Tutorial: Kompression – Funktionen verstehen – Anwendungsmethoden

Tutorial: EQ’ing – Grundprinzipien verstehen – Frequenzbild säubern






    UPDATE: 27.03.2021

    1. „Low-cut“ und „hi-cut“ EQ

    Ein Thema, welches viel zu wenig berücksichtigt wird. Hierbei ist zu bedenken: Kleintier macht auch Mist. Kurz gesagt, ein Low-cut bei 20 Hz und ein Hi-cut bei 20.000 Hz sollten auf jeder Spur eingerichtet sein. Gerade bei Instrumenten, wie den Hi-Hats, bei denen unter 100 Hz doch noch einiges passiert, was aber für das Klangbild der Hats in der Regel nicht relevant ist.



    Was das mit dem Low-cut bei 20 hz zu tun hat?

    Na erst einmal mehr als es scheint. Persönlich rate ich immer dazu den Low cut Frequenzabhängig zu machen. Habe ich z.B. ein Instrument (Hi-Hat) bei dem alles was ich hören möchte im Bereich von 120hz – 20khz passiert, setze ich den Low cut so an, dass dieser eben unter 120hz alles weg filtert. Im Mixing Prozess sollte dies einer der ersten Schritte zum gewünschten Mixdown sein.

    2. Anwendungsbeispiel mit Cubase Eq‘s

    Im folgenden Anwendungsbeispiel möchte ich euch anhand des Videos zeigen, wie ihr in Cubase 7 mit dem EQ arbeitet. In dem Anwendungsbeispiel habe ich euch gezeigt, wie ihr ganz einfach und ohne teure oder gecrackte Plugins eure Files von unnötigen Störgeräuschen oder Frequenzen säubern könnt und somit für einen differenzierten Mix sorgt. Also der erste Schritt in Richtung Mastering.



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    3. Freqzenzen heraus ziehen

    Wichtig hierbei ist, dass ihr die richtige Art von EQ wählt. Ich persönlich empfehle euch immer einen vollparametrischen EQ. Sofern ihr große, mehr als 2-3 db (fs), Absenkungen oder Anhebungen macht, empfehle ich noch darauf zu achten, dass der EQ phasenlinear arbeitet, da es sonst zu Phasenverschiebungen (Flanging) kommen kann. Achtet auch darauf, dass ihr, sofern ihr eine Störfrequenz heraus ziehen wollt, den Wirkungsgrad (Q-Faktor) möglichst hoch setzt. Das soll bedeuten, dass ihr einen sehr schmalen Filterwirkungsgrad habt. In Fachkreisen spricht man hier auch von einem Notch-Filter (Kerbe). Habt Ihr mehrere Störfrequenzen nebeneinander liegen, so empfiehlt es sich doch lieber 1 Band etwas gr0ßzügiger anzuwenden, da dies für einen natürlicheren Charakter eures Mixdowns sorgt.

    4. Platz schaffen durch moderates arbeiten

    Grundsatzregel beim EQing: „Soll etwas besser klingen, senke ab. Soll etwas anders klingen, hebe an“. Beim Absenken spricht man auch von moderaten Arbeiten. Damit ist gemeint, dass ihr die Frequenzen die unerwünscht sind absenkt. Beispiel: Ihr merkt, dass die Stimme im Song nicht wirklich durch kommt, also sucht Ihr erst einmal die Frequenz an die stört und nehmt dann euer Instrumental her und senkt dort die jeweiligen Frequenzen ab. So lässt sich leicht eine Stimme in einen Song integrieren. Ich denke in dem Text und dem Video habe ich euch die grundlegenden Arbeitsweisen ein wenig näher bringen können. Ihr habt jetzt auch genug Input, um selbst ein wenig herum zu experimentieren. Das wird euch langfristig mehr bringen, als alles auf den Tablett serviert zu bekommen. Solltet ihr noch Fragen oder Anregungen haben, dann dürft ihr mir dies gerne mitteilen. Ich werde versuchen, das im nächsten Blog zu berücksichtigen. Ich hoffe unsere EQ-Tutorial hat Euch gefallen!

     

    5. Technisches EQ’ing überprüfen

    Zum Abschluss des technischen EQ’ings ist es von größter Wichtigkeit, die vorgenommenen Änderungen auf ihre Richtigkeit im Mix zu überprüfen. Gerade wenn es um chirurgische Eingriffe im Audio Material von Instrumenten oder Vocals geht, sollte immer ein A/B Vergleich gemacht werden. So kann es passieren, dass man z.B. bei einem Piano zu viel Resonanzfrequenzen herausnimmt und das Piano dadurch leblos und unnatürlich klingt. An dieser Stelle sei zu erwähnen, das nicht jede Resonanzfrequenz störend ist oder oder rein objektiv im Mix stört. Es gilt also immer abzuwegen ob und wie viel man davon im Mix haben möchte und was ggf. der Song noch benötigt um zu leben.

     

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