10 Mastering Tipps fürs Home-Mastering

MASTERING ZÄHLT ZUM LETZTEN FEINSCHLIFF INNERHALB DER SONGPRODUKTION. HIER WOLLEN WIR, DASS DER SONG AN LAUTHEIT GEWINNT, MÖGLICHST AUSGEWOGEN KLINGT UND DER EIGENTLICHE MIX IN SEINER CHARAKTERISTIK NICHT ZU SEHR VERÄNDERT WIRD. DAS ALLES UMZUSETZEN IST GAR NICHT SO EINFACH!

1. FADES IM MASTERING

Beim Mastering solltest Du immer Fades anwenden. Stets am Anfang und Ende des Songs, um etwaige Knackser, welche als äußerst störend empfunden werden zu vermeiden. Als Richtwert kannst Du hier 4 – 6ms annehmen und Fade-Ins & Fade-outs setzen.

 

2. ARBEITE IN MINDESTENS MIT 24 BIT

Das Mastering sollte in der DAW-Session mindestens in 24Bit oder höher angelegt sein. 24 Bit besitzt eine Dynamik von 144dB – 1 Bit bildet also 6dB Dynamik ab. Wichtig ist hierbei, dass die Aufnahmen und der Mix natürlich auch mit mind. 24 Bit entstanden sind – somit erzielen wir detailliertere Ergebnisse und kommen in Summe zu mehr Lautheit.

 

3. MASTERE IN LEISER ABHÖRLAUTSTÄRKE

Leises abhören schont nicht nur Deine Ohren, sondern regt auch deinen Raum nicht so sehr an, weshalb Du weniger mit Raumanteilen beim Abhören zu kämpfen hast. So kannst Du die Dichte aber auch die Transparenz innerhalb des vorliegenden Materials besser beurteilen.

Sobald Du fertig mit dem Master bist, solltest Du deine Monitore auch mal laut aufdrehen. Hier können Dir dann herausstechende Frequenzen auffallen, die beim leisen Abhören nicht so sehr zur Geltung kommen. Sobald wir das Master laut drehen bemerkt man ebenfalls recht zügig, ob Lautstärkeverhältnisse sich stark verändern.

 

4. WENDE DEN MOTOWN TRICK BZW. PARALLEL COMPRESSION AN!

Mithilfe der Parallel Compression mischt Du eine stark komprimierte Version zum Original hinzu. So geht Dir keinesfalls die Transparenz und Dynamik Deines Mixes verloren.

Die Hauptspur wird z.B. kopiert und anschließend mit Hilfe von einem Audio Kompressor sehr stark komprimiert. Die kopierte Spur drehst Du dann langsam auf, bis diese Zusammen mit der Hauptspur einen tollen Sound ergibt. Die gesamte Summe klingt dadurch präsenter, voller und fetter! Als PlugIn eignet sich hierfür z.B. eine Emulation des 1176

 

5. VERWENDE NICHT ZU VIEL KOMPRESSION IM MASTERING

Den Master Kompressor solltest Du mit Bedacht einsetzen! In der Regel greifen wir hier lediglich Signalspitzen ab. Bei zu viel Komprimierung leidet die Dynamic Range enorm und der Song verliert an Lebendigkeit.

Achte also darauf, dass die Gain Reduction -3db nicht weiter unterschreitet, wende längere Attackzeiten, dafür aber kürzere Releasezeiten an. Zudem eignet sich ein Sidechain-Filter bis 250 Hz, um den Compressor durch eine Kickdrum oder auch einen Subbass nicht zusätzlich anzuregen.

 

6. ARBEITE MIT AUTOMATIONEN IM MASTERING

Nutze Automationen beispielsweise bei Intros, Outros oder auch Bridges. In der Regel haben wir des öfteren leise Passagen, welche wir per Automation anpassen müssen, da diese durch den Kompressor nicht angepackt werden. Das ist auch gut so denn würden wir den Kompressor dementsprechend so einstellen, dass dieser auch die leisen Passagen mitnimmt, wären die lauten Passagen undynamisch und zu stark komprimiert.

Gleiche die leisen Teile also am besten mithilfe einer Automation an, bevor Du am Kompressor nachregelst!

 

7. NUTZE VERSCHIEDENE ABHÖRMÖGLICHKEITEN

Zur Einschätzung des Masters ist es immer gut, verschiedenste Abhörmöglichkeiten zu verwenden und den Master auf Herz und Nieren zu prüfen. Dies machst Du zuallererst mit Deinen Studiomonitoren! Vergiss aber nicht, der normale Musikhörer hört über konventionelle Anlagen wie einem Küchenradio, im Auto oder auch auf einer Bluetooth-Box. Dementsprechend solltest du auch auf solchen Anlagen prüfen, ob der Master sich hier durchsetzt.

 

8. ÜBERSTEUERTE PLUGINS MEIDEN!

Durch die 24Bit Architektur, welche uns mittlerweile zur Verfügung steht, haben wir im Grunde genommen allerlei Möglichkeiten, um unsere Dynamic Range zu erhalten und einen Song trotzdem sehr laut zu bekommen. Vermeide etwaige Übersteuerungen in PlugIns – es gibt genug Möglichkeiten, um einen Song laut zu bekommen, ohne dass dieser zerrt. Wenn Plugins übersteuern – also rot blinken – kann dies zu unerwünschten Artefakten im Audiomaterial führen.

 

9. VORLAUF BEIM BOUNCE-VORGANG!

Bei der Verwendung von PlugIns fürs Mastering benötigt Dein Computer sehr viel Rechenleistung und vor allem dann, wenn Du dich im Bounce-Vorgang befindest. Setze Deinen Startmarker ein kleines bisschen vor den eigentlichen Song, so verhinderst du etwaige Probleme der zu späte Berechnung der PlugIns durch Deinen Rechner.

 

10. A/B-VERGLEICH MITHILFE VON REFERENZEN!

Sicherlich hast Du ein klangliches Vorbild vor Dir, welcher mit einer tollen Mischung und einem tollen Master glänzt. Nutze dies und vergleiche deinen Master mit anderen Produktionen und achte auf inhärente Merkmale wie z.B. Präsenz, Bassbereich usw.

Ein A/B-Vergleich lässt Dich Objektiver arbeiten und du verlierst dein Ziel nicht so schnell aus den Augen.ton to change this text. Wichtig hierbei: Messe von beiden Titel die Lautheit und gleiche diese aneinander an um objektiv vergleichen zu können.

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Chris Jones

Chris Jones

C.E.O - Mixing- und Masteringengineer. Betreibt seit 2006 die Peak-Studios und ist der erste Online-Dienstleister in Sachen Audiodienstleistungen. Mehr zu Chris

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