Wie wird eine CD hergestellt?
Produktionsabläufe bei einer CD-Produktion
Die CD-Herstellung umfasst mehrere Schritte – vom fertigen Master über die Replikation bis zur Bedruckung und Verpackung. Zunächst entstehen häufig das Konzept des Songs der Musik durch den Produzenten. Meist schreibt der Künstler auf dem Ihm vorliegenden Entwurf des Instrumentals den Text. Bei selbständigeren Künstlern können diese Schritte von ein und der selben Person kommen. Im folgenden Beitrag erklären wir Euch den Ablauf einer CD Produktion vom CD Mixing bis zum Mastering.
Als nächster Arbeitsschritt recordet der Engineer mit dem/den Künstler/n die Instrumente des Songs sowie alle Vocals. Der Produzent ist stets dabei um sicherzustellen, dass auch seine Vorstellungen umgestzt werden. Der Engineer mischt die Aufnahmen anschließend, entsprechend der Vorstellungen von Künstler und Artist. Ist der Song nach dem Mix von allen abgenommen, so wird dieser weiter gegeben an den Masteringengineer. Der Masteringengineer arbeitet meist unabhängig vom Künstler und Produzenten sowie vom Recording-Engineer. Dieser prüft und beseitigt technische Fehler im Mix und passt das Frequenzbild so an, dass auf möglichst vielen Wiedergabequellen der Song sich gleich „gut“ anhört.
Vom Master zum presswerkfertigen DDP-Image
Mit dem fertigen Mastering ist die akustische Vorstufe abgeschlossen – die eigentliche CD-Herstellung beginnt aber erst danach. Denn das Presswerk braucht keine losen WAV-Dateien, sondern ein standardisiertes DDP-Image (Disc Description Protocol). Dieses Image enthält die Audiodaten in der richtigen Reihenfolge, die exakten Pausen zwischen den Titeln sowie Metadaten wie CD-Text (Künstler, Album- und Tracktitel) und optionale ISRC-Codes pro Track. Mehr dazu auf unserer Seite zum DDP-Mastering. Für reine Streaming-Veröffentlichungen ist ein DDP übrigens nicht nötig – es ist ausschließlich ein Presswerks-Format.
Die physische Replikation Schritt für Schritt
Im Presswerk durchläuft die CD mehrere Stationen, bis aus dem digitalen Image eine fertige Scheibe wird:
- Glasmaster: Ein laserbeschriebener Glasträger erhält die digitale Information als mikroskopische Vertiefungen („Pits“) und Erhebungen („Lands“).
- Galvanik/Stamper: Vom Glasmaster wird durch Elektroformung ein metallener Negativ-Stempel erzeugt.
- Spritzguss: Der Stamper prägt die Datenstruktur in flüssiges Polycarbonat – so entsteht die transparente Trägerscheibe in Sekunden.
- Metallisierung: Eine hauchdünne Aluminiumschicht wird aufgedampft, damit der Laser im Player die Daten reflektiert auslesen kann.
- Schutzlack: Ein UV-gehärteter Lack versiegelt die Aluminiumschicht gegen Korrosion.
- Bedruckung: Das Label wird im Sieb- oder Offsetdruck direkt auf die Oberseite gedruckt.
Replikation oder Duplikation – was ist der Unterschied?
Bei der Replikation (Pressung) kommt das beschriebene Stamper-Verfahren zum Einsatz. Es lohnt sich ab größeren Auflagen (typischerweise ab rund 300–500 Stück), weil sich die einmaligen Werkzeugkosten für Glasmaster und Stamper auf viele Einheiten verteilen – das Ergebnis bietet höchste Qualität und Kompatibilität. Bei der Duplikation werden dagegen CD-Rohlinge (CD-R) gebrannt und bedruckt. Das ist für kleine Stückzahlen schneller und günstiger, technisch handelt es sich aber um eine gebrannte statt gepresste Scheibe.
Bedruckung, Booklet und Verpackung
Zur fertigen CD gehört mehr als die Scheibe: ein Booklet (mehrseitiges Beiheft), das Inlay (Rückeinleger mit Tracklist) und die Verpackung – klassisch das Jewel Case, alternativ ein Digipak oder eine Kartonstecktasche. Für Handel und Logistik kommen ein EAN/Barcode sowie gegebenenfalls GEMA- und LC-Vermerke hinzu.
Peaks Rolle in der CD-Herstellung
Peak Studios ist ein Mastering-Studio, kein Presswerk. Wir übernehmen die Audio-Vorstufe: Mixing, Mastering und die Erstellung des presswerkfertigen DDP-Images inklusive Trackreihenfolge, Pausen und CD-Text/ISRC. Das fertige Image übergeben wir dir oder direkt deinem Presswerk – die physische Pressung erfolgt dann beim Replikationsbetrieb deiner Wahl. Planst du statt einer CD eine Schallplatte, findest du die Vorstufe dazu beim Vinyl-Mastering. Dein Projekt kannst du jederzeit über unsere Upload-Seite an uns senden.
Nach der Bearbeitung im Masteringprozess geht das Ergebnis geht zur Endabnahme an den Produzenten und Künstler zurück. Wird dieses für gut befunden, geht das Material zur Vervielfältigung ans Presswerk. Dies wird dort entweder als Audio-CD angeliefert, als DDP-Image (Disc Description Protokol) oder die Songs werden als Wave geschickt. Letztendlich können sich verschiedene Produkionsprozesse ein wenig unterscheiden. So gibt es Künstler oder Produzenten die nur noch zur Endabnahme sich mit Ihrem Titel beschäftigen – so gibt es wiederum auch Produzenten oder Künstler die bei möglichst allen Produktionsvorägngen dabei sein möchten um ihre Vorstellungen noch ein wenig mehr einzubringen und die Produktion in die von ihnen gewünschte Richtung zu lenken.
Wie wird eine CD hergestellt?
In zwei Phasen: zuerst die Audio-Vorstufe (Mastering und Erstellung des DDP-Images im Studio), dann die physische Replikation im Presswerk – vom Glasmaster über den Stamper und Spritzguss bis zu Metallisierung, Schutzlack und Bedruckung.
Was ist der Unterschied zwischen CD-Pressung und CD-Duplikation?
Die Pressung (Replikation) nutzt einen aus dem Glasmaster gewonnenen Stamper und lohnt sich ab größeren Auflagen. Die Duplikation brennt dagegen einzelne CD-Rohlinge (CD-R) und ist für kleine Stückzahlen schneller und günstiger.
Was ist ein DDP-Image und wofür brauche ich es?
Ein DDP-Image ist die standardisierte Master-Vorlage fürs Presswerk: Audio, Trackreihenfolge, Pausen und Metadaten in einem Paket. Es stellt sicher, dass die CD exakt so gepresst wird, wie sie geplant wurde.
Brauche ich für eine reine Streaming-Veröffentlichung ein DDP?
Nein. Ein DDP-Image wird nur für physische CD-Pressungen benötigt. Für Streaming-Plattformen wie Spotify oder Apple Music ist es nicht erforderlich.
Was sind ISRC- und EAN-Codes?
Der ISRC identifiziert einzelne Tracks eindeutig, etwa für Abrechnung und Erkennung. Der EAN beziehungsweise Barcode kennzeichnet das physische Produkt im Handel. ISRC-Codes liefert in der Regel der Künstler oder das Label.
Ab welcher Stückzahl lohnt sich eine echte Pressung?
Als Faustregel ab etwa 300 bis 500 Stück, weil sich die einmaligen Werkzeugkosten für Glasmaster und Stamper dann auf viele Einheiten verteilen. Bei kleineren Mengen ist die Duplikation meist wirtschaftlicher.


