DJ Equipment zum einsteigen Stereo Verteilung von Instrumenten und Frequenzen

Der Limiter


Der Limiter – Kompressor mit hoher Ratio

Der Limiter/Brickwall-Limiter hat einige Funktionen die es zu verstehen gilt. Hier ein kleiner Überblick auf was wir im folgenden Text näher eingehen wollen:

  • Limiter
  • Brickwall Limiter
  • Threshold
  • Attack
  • Release
  • Knee bzw. Soft-Knee
  • Einsatzmöglichkeiten

Limiter

Der herkömmliche Limiter arbeitet in der Regel wie ein Kompressor. Nur arbeitet dieser mit einer viel höheren Ratio, als es in der Kompression in der Regel üblich ist (ausgeschlossen ist die paralelle Kompression). In der Regel limitiert man Audiomaterial im Verhältnis 10:1 bis unendlich :1. Das Audio-Signal wird in den Limiter geschickt, dieser befindet sich meist im Summenkanal eines Mixes oder als letztes Glied in der Mastering-Kette.

Brickwall Limiter

Beim Brickwall Limiter geht man auf Nummer sicher in Punkto Pegelüberschreitung. Dieser garantiert nämlich KEINE Pegel über den festgelegten Schwellenwert. Durch eine Verzögerungsleitung analysiert der Brickwall Limiter das eingehende Signal, bevor er es ausgiebt und regelt dies dann entsprechend herunter. Durch diese Verzögerung in der Wiedergabe des Signals eignet sich der Brickwall Limiter eher im Studio- als im Live-Bereich. Das Risiko, dass sich die Musiker aufgrund der Verzögerung verspielen ist hierbei einfach zu groß.

Threshold

Bei den meisten Limitern ist es möglich den Threshold zu regeln. Der Threshold (Schwellenwert) legt fest auf welchen bestimmten Wert das Signal herunter geregelt werden soll. Im Mastering z.B. stellt man diesen auf -0,4 db (fs) ein. So verhindert man, dass nach der Konvertierung von 32 bit in 16 bit und dann evtl. noch in mp3 keine Peaks sich über 0 befinden und somit abgeschnitten werden, da es im digitalen Bereich (fs) nichts über 0 db gibt.

Attack

Die Attack-Zeit (Anfangszeit) gibt an, wann der Limiter anfangen soll zu arbeiten, bzw. wie viel Signal ungefiltert in den Limiter gehen darf bevor er anfängt herunter zu regeln. Eine zu kurze Attackzeit kann die Transienten (ersten Impulse von Audiosignalen) zerstören, somit kann es passieren, dass Becken, Snare oder Hi-Hat nicht mehr druckvoll im Mix klingen. Eine zu lange Attackzeit kann dazu führen, dass sich das eingehende Signal zu spitz anhört oder sogar zu digitalen overs führt (clipping). Daher ist die Attack-Zeit mit bedacht einzustellen und sich auf das Gehör zu verlassen. Ein guter Anfangswert liegt so im Bereich von 5-20 ms.

Release

Die Release-Zeit beim Limiter gibt an, wann der Limiter aufhören soll zu arbeiten. Eine Empfehlung kann ich hier nicht geben, da die Releasezeit immer von Song zu Song und von Genre zu Genre variiert. So wählt man für elektronische Musik mit schnellen Pegelsprüngen die konstant über einen längeren Zeitraum passieren eher eine mittlere bis lange Releasezeit. Grober Anhaltspunkt sind hier ca. 200 ms. Für langsamere Titel die sehr dynamisch sind, kann man die Release-Zeit des Limiters gerne kürzer halten. Wichtig auch hier ist das eigene Gehör. Eine zu lange Releasezeit äußert sich oft daran, dass der Song an Druck verliert und matscht. Eine zu kurze Release-Zeit macht sich durch so genanntes Pumpen bemerkbar. David Guetta ist ein Liebhaber dieser Methode. Allerdings nicht im Sinne vom Mastering, sondern eher innerhalb einzelner Sequenzen im Mix.

Knee bzw. Soft-Knee

Diese Funktion, wird eher selten verbaut und regelt den Übergang zwischen dem Signal welches vom Limiter beeinflusst wird und des Ursprungssignal. Durch Modifikation des Knees lässt sich ein Stück originalgetreu des Sounds wiederherstellen. Eine Einstellungsempfehlung ist nach eigenem Ermessen zu treffen.

Einsatzmöglichkeiten des Limiters

Der Limiter oder Brickwall Limiter wird überall da eingesetzt, wo bewusst begrenzt werden soll. Dies kann bei Live Auftritten der Fall sein, in einzelenen Spurem im Sequenzer, in der Summe auf einer Gruppenspur innerhalb des Mixes oder im Summenkanal der Mastersumme beim Mastering. Ein Limiter ist immer mit Bedacht einzusetzen. Er verändert die Dynamik und somit auch den Gesamtklang. Laut klingt nicht immer gleich besser! Ist der Limiter zu hart eingestellt, kann es dazu führen, dass das Signal clipped und größere Dropouts entstehen. Außerdem werden bei zu hartem Limiting oft auch ungewünschte Resonanzfrequenzen wieder hervorgeholt, die im eigentlichen Mix nicht wirklich ins Gewicht gefallen sind. Daher ist es wichtig, vorher sauber im Mix zu arbeiten, damit es nachher keine Probleme gibt mit dem Limiter. Anders herum gedacht kann also der Limiter eine gute Kontrollmöglichkeit sein um Schwachstellen oder Resonanzfrequenzen im Mix kenntlich zu machen.


Stereo-, Stem und Vinylmastering

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