Masteringtipps Teil 4 – Multiband-Kompression Ist Ihr Gehör auch geschädigt?

Lautstärke richtig eingestellt


Die Abhörlautstärke richtig eingestellt? So geht’s!



Was ist Lautstärke?

Die Lautstärke ist ein Maß dafür, wie laut der Mensch ein Hörereignis wahrnimmt. Sie ist eine psychoakustische Größe, welche von Schalldruckpegel, Frequenzspektrum und dem Zeitverhalten des Schalls abhängig ist.

Nachtrag: Man unterscheidet zwischen Lautsträke und Lautheit. Lautstärke passiert am Lautstärkenregeler an der Anlage. Lautheit ist die tatsächlich wahrgenommene und empfundene Schwellgrenze eines akustischen Signales. Ich spreche deswegen von Lautstärke, da dies im Volksmund geläufiger ist und dieser Artikel für Jedermann/frau verständlich sein soll. 🙂

Wie stelle ich die Abhörlautstärke ein?

Selbst unter Experten wird diese Frage häufig diskutiert und ist sehr umstritten.  Auch wenn oft 85 dB Schalldruckpegel empfohlen werden, sehen wir das Ganze ein wenig anders. Für unser Mixing und/oder Mastering stellen wir unsere Pegel mithilfe von 3 Messverfahren ein.

Und zwar wie folgt:

Wir kalibrieren mithilfe eines Schalldruckpegel-Messgerätes (gibt es schon für knapp 100€) und einem weißen Rauschen (gibt es kostenlos im Netz zum Downlaod) einen Pegel von 83 dB. Sofern Ihr keinen „DIM-Schalter“ an eurem Monitorcontroller habt, führt eine 2. Messung mit 77 dB durch. Im Anschluss führt Ihr eine  Messung mit 85 dB, 70 dB und 60 dB durch. Setzt euch jeweils eure Marker am Gain-Regler sowie in euren Digitalen-Quellen, wie z.B. im Interface etc. (sofern möglich). Jetzt habt Ihr verschiedene Stufen eurer Abhörlautstärke, wobei wir die „83 dB-Marke“, als die Marke, mit der das Ohr am liniarsten musikalische Signale erfassen kann, sehen.

Ich persönlich wechsele hingegen oft zwischen verschiedenen Lautheitspegeln hin und her, um mein Ohr immer wieder aufs Neue zu fordern. Doch bitte tut euch selbst den Gefallen und macht nach jeder Stunde „hören“ 5-10 Minuten Pause mit absoluter Stille. Euer Ohr wird es Euch danken!

Eine alte Studioweisheit:

Klingt eine Musikmischung auf einem Monitor bei kleiner bis mittlerer Abhör-Power gut, ist sie auch auf jeder Discoanlage ein Ohrenschmaus!

Der Lautheitskrieg:

Seit Mitte der 90er Jahre werden in der Pop-, Rock- und Technomusik die Tracks immer lauter gemastert. Dabei wird die Dynamik auf wenige dB zusammengedrückt, um einen maximalen Lautheitspegel zu erreichen. RMS-Pegel von -5 dB sind heute keine Seltenheit mehr. Diese Entwicklung führt zu einem Qualitätsverlust und ist absolut unnötig, schließlich kann  man eine CD doch auch am Verstärker lauter stellen.

Grund für diese Entwicklung ist die Angst der Interpreten, im Vergleich zu anderen Tracks zu leise zu klingen und somit nicht konkurrenzfähig zu sein. Diese Angst ist absolut unbegründet, da z. B. alle Rundfunkstationen einen Prozessor verwenden, durch den alle gespielten Tracks, unabhängig von ihrem tatsächlichen Pegel, gleich laut abgespielt werden. Dabei führt dröhnende und zu laute Musik letztendlich zu Hörschäden und das will doch niemand!

Zum Glück nimmt dieser Trend langsam ab und es wird wieder leiser und dynamischer gemastert. Sicherlich wird es noch eine Weile dauern, bis alle umdenken.





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